Bei der Magnetresonanztomographie entsteht keine Strahlenbelastung, die Methode arbeitet ohne Röntgenstrahlen. Es ist ein Schnittbildverfahren, bei dem mit Hilfe von Magnet- und Hochfrequenzfeldern Bilder des Körpers bzw. einzelner Organe erstellt werden.
Wir arbeiten an einem 1,5 Tesla-Ganzkörpergerät, bei dem mit einer Reihe von Spezialspulen hochauflösende Abbildungen entstehen.
In unserer Praxis wird die MRT primär eingesetzt bei Fragestellungen aus folgenden Bereichen:
Multiple Sklerose
Schlaganfall
Tumore
Rückenmarkserkrankungen
Erkrankungen des Kleinhirnbrückenwinkels
Erkrankungen der Hypophyse
Gefäßerkrankungen (z.B. Aneurysmen)




Die MRA kommt in erster Linie zum Einsatz, um die großen Kopf-Halsgefäße und die intrakraniellen Blutgefäße oder auch die Nierenarterien darzustellen, z. B. zum Ausschluss von Engstellungen (Stenosen) oder Gefäßaussackungen (Aneurysmen). Die Methode kommt ohne Anwendung eines arteriellen Katheters aus und ist somit sehr schonend. Für einige MRA-Darstellungen muss Kontrastmittel appliziert werden.
Darstellung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges. Die Methode ist sehr schonend, die Verwendung eines Endoskopes ist nicht notwendig. Damit entfallen die bei der endoskopischen Darstellung der Gallenwege möglichen Risiken.Anwendung findet die Methode bei Steinleiden in den Gallengängen und der Gallenblase, bei Verdacht auf Einengungen oder Erweiterungen der Gallengänge sowie bei Verdacht auf Tumore in diesem Bereich.
Als weiterführende Untersuchung ist die Abklärung von Erkrankungen der weiblichen Brust mit der Kernspintomographie möglich. Sie kommt meist zum Einsatz, wenn vorangegangene Untersuchungsmethoden wie Mammographie und Sonographie nicht hinreichend schlüssig sind.
Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für die Kernspintomographie in zwei Fällen:
Wir bieten die Untersuchung selbstverständlich auch als IGeL-Leistung an. Näheres erfahren Sie in unserer Praxis, wir informieren Sie gerne.
Spezielle, hochauflösende Darstellung des Kiefergelenkes in zumindest zwei Funktionszuständen (bei geschlossenem und offenem Mund).Untersucht werden morphologische Veränderungen und evtl. Funktionsstörungen des im Kiefergelenk gelegenen Scheibchens bei Gelenksperre oder störenden knirschenden Geräuschen beim Kauen.
Die mp-MRT der Prostata (= multiparametrische Magnetresonanz-Tomographie) ist ein detailliertes Verfahren zur Prostata-Diagnostik. Dabei wird eine multimodale Bildgebung wie Perfusion- und Diffusionsbildgebung eingesetzt.Die Haupteinsatzgebiete sind:
Derzeit wird diese Untersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht erstattet. In Einzelfällen hat ein Antrag auf Kostenübernahme Erfolg. Einen Antragsvordruck können Sie bei uns erhalten. Die privaten Versicherungen tragen die Kosten meist in voller Höhe. Wir bieten die Leistung für gesetzlich Versicherte auch als IGeL-Leistung an.
Die dynamische Beckenboden-MRT ist ein Verfahren zur Darstellung der Beckenbodenstrukturen. Es erlaubt insbesondere die Darstellung der Harnblase, des Enddarms und der Genitalorgane.Das Verfahren wird bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt:
Vor der Untersuchung wird der Enddarm mit Gel gefüllt. Danach werden Filmsequenzen des Beckens in seitlicher Ansicht aufgenommen. Der Patient wird aufgefordert, den Beckenboden anzuheben oder zu pressen. Die Bilder erscheinen unmittelbar während der Aufnahme auf dem Bildschirm. Gegen Ende der Untersuchung wird der Patient gebeten, seinen Darm oder je nach Fragestellung seine Harnblase zu entleeren. Funktion oder Fehlfunktionen des Darms oder der Harnblase können dabei anatomisch gut erkannt werden.
Für die Untersuchung ist keine besondere Vorbereitung erforderlich.
Mit der Magnetresonanztomographie ist heute eine umfassende Darstellung des Dünndarmes möglich. Damit bietet die MRT eine Alternative zur konventionellen Dünndarmuntersuchung nach Sellink (Enteroklyse). Der MR-Sellink kommt ohne Dünndarm-Sonde aus, es wird einfach Flüssigkeit getrunken.
Mit der MRT des Dünndarms können Veränderungen der Darmwand und deren Umgebung dargestellt werden. Die Untersuchung ist besonders geeignet, um bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa den Befall und die Ausdehnung der Erkrankung zu bestimmen.
Um die Darmtätigkeit zu reduzieren, wird ein Medikament zur Ruhigstellung des Darmes verabreicht (Butylscopolaminiumbromid - Buscopan). Hierbei ist zu beachten, dass insbesondere das Engwinkelglaukom, Herzrhythmusstörungen und eine Vergrößerung der Prostata der Anwendung von Buscopan entgegenstehen.
Ca. 30 bis 45 min vor der Untersuchung werden 1,5-2 l Flüssigkeit getrunken. Um den Darm besser darstellen zu können, sollten einen Tag vor der Untersuchung fette Speisen, Fleisch, Gemüse, Salate, Früchte, Reis, Brot und Vollkornprodukte vermieden werden. Ein Merkblatt zur genauen Vorbereitung des Darmes wird ausgehändigt.