Untersuchungsvorbereitung


Informationen zur Magnetresonanztomographie (MRT)

Vor einer Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie genannt) sollten Sie - unabhängig von der untersuchten Körperregion - Folgendes wissen:
  • Je nach Fragestellung und untersuchter Region liegt die Untersuchungdauer bei 10 bis 45 Minuten.
  • Es ist wichtig, dass Sie ruhig liegen, da die Aufnahmen sehr empfindlich für Bewegungen sind.
  • Bei der Untersuchung entstehen laute Klopfgeräusche. Daher wird Ihnen ein Gehörschutz angeboten.
  • Die anschließende Auswertung nimmt Zeit in Anspruch, die je nach Umfang der Untersuchung variieren kann.
  • Bei Patienten mit Angst vor engen Räumen kann eventuell ein Beruhigungsmittel notwendig sein. Unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln ist Autofahren oder vergleichbare Tätigkeiten nicht mehr möglich.
  • Sagen Sie bitte schon bei der Terminierung der Untersuchung Bescheid, wenn Sie Angst vor engen Räumen haben.
  • Bei wenigen Spezialuntersuchungen kann die Gabe eines Medikamentes zur Muskelentspannung notwendig werden. Auch dann verbietet sich das Autofahren, da dieses Mittel auch auf den Sehmuskel wirkt.
  • Sagen Sie bitte Bescheid, wenn bei Ihnen Implantate eingebracht wurden. Je nach Implantat kann es zu Bildstörungen kommen. Zudem sind eine Reihe von Implantaten nicht MRT-tauglich.
  • Sie müssen sich für die meisten Untersuchungen nicht speziell vorbereiten. In Einzelfällen müssen Sie vor der Untersuchung bei uns Flüssigkeit trinken. Dann verlängert sich Ihr Aufenthalt in der Praxis um ca. eine Stunde.

Gabe von Kontrastmittel

Häufig ist die intravenöse Gabe eines Kontrastmittels auf der Basis des Wirkstoffes Gadolinium erforderlich. Das Kontrastmittel hilft, Strukturen besser gegeneinander abzugrenzen und mögliche pathologische Prozesse sicherer zu erfassen.

Vereinzelt sind Unverträglichkeitsreaktionen wie allergische Reaktionen und Übelkeit beobachtet worden. Das in der Kernspintomographie verwendete Kontrastmittel ist nicht mit dem jodhaltigen Kontrastmittel in der Computertomographie vergleichbar und hat deutlich geringere Nebenwirkungen.

Nicht verabreicht wird das Kontrastmittel in der Schwangerschaft und bei hochgradiger Niereninsuffizienz.

Falls die Gabe von Kontrastmittel erforderlich ist, bringen Sie bitte den Kreatinin-Wert zum Termin mit!

Wann kann ein MRT nicht durchgeführt werden?

Eine Kernspintomographie verbietet sich bei:

  • Herzschrittmacher
  • Insulinpumpen, Opiatpumpen, jeweils im Körper implantiert
  • gewissen Implantaten im Mittelohr
  • Kochleaimplantat
  • Granatsplitter, insbesondere in Nähe von Blutgefäßen
  • Neurostimulatoren
  • Bei magnetisierteren Gefäßclips bei Z.n. Aneurysma-Operationen am Gehirn

Eine relative Kontraindikation stellt eine Schwangerschaft in den ersten drei Monaten dar. Hier muss der Nutzen der Untersuchung genau abgewogen werden.

Herzschrittmacher

Seit Kurzem sind MR-taugliche Herzschrittmacher in Gebrauch. Auch bei diesen Geräten gilt, dass sie bei einem Herzspezialisten in eine Art „Ruhemodus“ versetzt werden müssen, um die Elektronik zu schützen, und nach der Untersuchung wieder „angeschaltet“ werden müssen. Daher können solche Untersuchungen nur in enger Absprache mit einem Herzspezialisten erfolgen und werden daher in erster Linie an Zentren durchgeführt. Zudem muss sichergestellt sein, dass nicht alte Schrittmachersonden, die nicht MR- tauglich sind, noch im Herzmuskel verblieben sind.

Grundsätzlich ist für alle kernspintomographischen Untersuchungen eine Terminabsprache erforderlich.

Falls Sie einen sog. Implantatpass ausgehändigt bekommen haben, beispielsweise nach dem Einbringen einer Mittelohrprothese, so bringen Sie diesen am Untersuchungstag bitte mit.

Gemeinsame Patienteninformation der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und des Berufsverbandes der deutschen Radiologen (BDR) (Stand: 2018)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine sichere und unverzichtbare Bildgebungsmethode in der medizinischen Diagnostik. Sehr häufig erfolgt die Untersuchung ohne eine zusätzliche Kontrastmittelbeigabe. Für bestimmte Fragestellungen und zur weiteren Charakterisierung krankhafter Veränderungen ist jedoch oftmals die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich. Dieses verbessert die Aussagekraft in erheblichem und nicht selten auch in entscheidendem Maße. Zum Einsatz kommen dabei Kontrastmittelpräparate, die Gadolinium enthalten und sich u.a. in ihrer chemischen und physikalischen Struktur unterscheiden, d.h. entweder linear (kettenartig) oder makrozyklisch (ringförmig) aufgebaut sind. Kontrastmittel werden überwiegend über die Nieren wieder ausgeschieden.

Bei insgesamt sehr guter Verträglichkeit aller zugelassenen MR-Kontrastmittel werden selbst allergische Reaktionen als häufigste Nebenwirkung nur sehr selten beobachtet. Die wichtigste Anwendungsbeschränkung der vergangenen Jahre bezog sich auf Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion, da in diesen Fällen die Ausscheidung der Kontrastmittel verzögert ist. Der Ausscheidungsprozess über die Niere kann insbesondere bei Patienten mit einer Niereninsuffizienz verlangsamt oder – bei wiederholter Anwendung eines MR-Kontrastmittels – auch unvollständig erfolgen, sodass Ablagerungen in Geweben möglich sind, die in sehr seltenen Fällen eine nephrogene systemische Fibrose (NSF) auslösen können. Bei geschätzt rund 400 Millionen Untersuchungen mit Kontrastmittel weltweit hat bei ca. 400 schwer nierenkranken Patienten eine wiederholte Kontrastmittelgabe zu einer NSF geführt. Nachdem Wissenschaftler, Aufsichtsbehörden und radiologische Gesellschaften umfassend reagiert haben, ist die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zurückgegangen.

In jüngsten wissenschaftlichen Publikationen wurde über zerebrale Ablagerungen von Gadolinium in verschiedenen Regionen des Gehirns berichtet und zwar bei Patienten, die aufgrund von Tumorerkrankungen oder von entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose wiederholt Kontrastmittel erhielten. Gemäß aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand verursachen diese Ablagerungen keine Erkrankungen oder Symptome. Von vielen erfahrenen Forschergruppen weltweit werden derzeit weitere Untersuchungen durchgeführt.

Eine Bewertung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat bestätigt, dass sich nach Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln geringe Mengen Gadolinium im Gehirn ablagern. Dabei wurden bei der Gabe von linearen Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln mehr Ablagerungen im Gehirn beobachtet als bei makrozyklischen Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln.

Hinweise für eine Schädigung der Patienten durch die Gadoliniumablagerung im Gehirn wurden nicht festgestellt. Da die langfristigen Risiken einer Gadoliniumablagerung im Gehirn unbekannt sind, empfahl die EMA das Ruhen der Zulassungen für intravenöse lineare Gadolinium-haltige Kontrastmittel in der EU mit Ausnahme der Wirkstoffe Gadoxetsäure und Gadobensäure, die weiterhin verfügbar bleiben, jedoch nur zur MRT- Bildgebung der Leber. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat das Gutachten der EMA für rechtsverbindlich erklärt und ein Ruhen der Zulassungen für die betroffenen Kontrastmittel mit Stichtag 28.02.2018 angeordnet.

Handlungsleitend für alle Radiologen in Deutschland ist das gemeinsame Ziel, ein Höchstmaß an diagnostischer Qualität mit der größtmöglichen Sicherheit für die Patienten zu verbinden. Bei MRT-Untersuchungen verbessern Kontrastmittel die Aussagekraft in erheblichem, nicht selten in entscheidendem Maße. In jedem Einzelfall gilt es daher, das Risiko, ohne MR-Kontrastmittel einen wichtigen, unter Umständen auch lebensbedrohlichen Befund zu übersehen, gegenüber den durch ihren Einsatz möglichen Nebenwirkungen abzuwägen.

Dabei befolgen die Radiologen zu Ihrer Sicherheit folgende Grundsätze:

  • Der Einsatz eines Kontrastmittels erfolgt immer nach sorgfältiger Abwägung, ob sich dadurch zusätzliche wichtige Informationen gewinnen lassen.
  • Es wird grundsätzlich die geringstmögliche Menge Gadolinium verabreicht.
  • Eine Kontrastmittelgabe erfolgt immer unter Berücksichtigung Ihrer individuell bestehenden Risikofaktoren wie z.B. Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus oder Allergien.
  • Alle verwendeten Kontrastmittel sind nach internationalen und deutschen Richtlinien überprüft und als Arzneimittel zugelassen.

Ihre Radiologin, Ihr Radiologe stehen Ihnen selbstverständlich für weitere Fragen im persönlichen Aufklärungsgespräch gerne zur Verfügung.

Informationen zur Computertomographie (CT)

Kontrastmittel-Gabe

Häufig ist zum Differenzieren evtl. pathologischer Strukturen die Gabe eines jodhaltigen Kontrastmittels in die Armvene notwendig. Die modernen Kontrastmittel sind im Allgemeinen gut verträglich. Dennoch kann es zu Unverträglichkeiten kommen.

Ein Aufklärungsbogen und ggf. ein Gespräch vor der Untersuchung informieren Sie über weitere Details.

Grundsätzlich ist eine ausreichende Nierenfunktion erforderlich. Zudem darf keine Erkrankung der Schilddrüse vorliegen (wie z.B. eine manifeste Schilddrüsenüberfunkion (Hyperthyreose), M. Basedow, Karzinom). Auch eine geplante Schilddrüsenszintigraphie oder Radioiod-Therapie sind ein Ausschluss.

Daher sollten Sie zur Untersuchung zwei Laborwerte mitbringen:

den Kreatinin-Wert und den TSH-Wert.

Die Kontrastmittel-Gabe erfolgt nicht

  • bei Schilddrüsenüberfunktion
  • bei Nierenerkrankung bzw. Niereninsuffizienz
  • bei bekannter Allergie gegen jodhaltige Kontrastmittel
  • Plasmozytom
  • Einnahme bestimmter metforminhaltiger Medikamente zur Behandlung der Zuckerkrankheit. Diese müssen vor und nach der Untersuchung nach Absprache mit ihrem behandelnden Arzt ggf. abgesetzt werden. Je nach Fragestellung ist die Computertomographie auch ohne KM-Gabe diagnostisch zielführend. Alternativ steht bei gewissen Fragestellungen die Kernspintomographie zur Verfügung.

Bei der Untersuchung des Bauchraumes ist in der Mehrzahl der Fälle die Einnahme eines Kontrastmittels in Form eines Getränkes notwendig und zwar – je nach Fragestellung – 30 bis 60 Minuten vor der Untersuchung. Um diese Zeit verlängert sich dann der Aufenthalt in der Praxis.

Bei Computertomographien, die mit der Gabe eines intravenösen Kontrastmittels einhergehen, sollte eine Nahrungskarenz von 3 Stunden eingehalten werden.

Kontrastmittelpumpe

Kontrastmittelfläschchen